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Events / Veranstaltungen
Hochtouren in den Zillertaler Alpen - Juli 2017
auf dem Gipfel der Reichenspitze
letztes Stück zur Scharte an der Richterspitze
Blick vom Kuchelmooskopf auf die Reichenspitze
auf dem Gipfel der Richterspitze
Beginn Klettersteig auf die Richterspitze
Blick auf unsere 3 Gipfel: Links Kuchelmooskopf, Mitte Reichenspitze, rechts Richterspitze

Die Hochtour zur Wiesbadener Hütte wurde in die Zillertaler Alpen verlegt, da ein Teilnehmer verständlicherweise keine Lust hatte, den Piz Buin zum x-ten Mal zu besteigen. In den Zillertaler Alpen haben wir mit der Plauener Hütte ein schönes anderes Ziel gefunden.

Beim Aufstieg zur Hütte hat es gegen Ende etwas geregnet, aber ansonsten kamen die Unwetter mit heftigem Sturm, Regen, Gewitter und Nebel nachts oder abends, als wir auf der Hütte waren - gottseidank.

Wir waren uns schnell einig, wir wollten den höchsten Berg der Region besteigen, die Reichenspitze mit 3.303m und den Kuchelmooskopf, der von der Hütte sehr schön zu sehen war. Obwohl es erst kurz vor 7:00 Uhr Frühstück gab, haben wir beide Berge am Samstag bestiegen. Auf der Reichenspitze gab es noch Nebel, so war die Aussicht nicht wirklich vorhanden, aber vom Kuchelmoosekopf hatten wir einen tollen Rundblick. Von hier sah die Reichenspitze ganz schön steil aus!

Die zwei Sportlichsten von uns sind am Sonntag morgen vor dem Frühstück noch auf den Hausberg, das Rainbachköpfl, gesprintet und haben dort die Morgensonne genossen und Steinböcke beobachtet.

Zusammen sind wir dann über den Klettersteig auf die Richterspitze gegangen - zu Anfang war gnadenlos viel eingebohrt. Am schönsten war das letzte Stück, leichte Kletterei über Blockgelände zum Gipfel.

Auch heute hatten wir Glück mit dem Wetter, das Unwetter kam kurz nachdem wir im Auto saßen.

Klettern zu Mittsommer in den Tannheimern - Juni 2017
Ausstieg aus der Till Ann
Mittsommer
luftiges Abseilen von der Till Ann
Alpenglühen an der Roten Flüh mal anders
Kletterei in der Morgenstund'

Am 23. Juni sind wir ins Tannheimer Gebirge gefahren, zuversichtlich, dass der bessere Wetterbericht zutrifft, d.h. kein Gewitter tagsüber und kaum Niederschlag.

Es hat sich gelohnt!

Am Freitag sind wir alle die Till Ann geklettert, 8 SL bis 5- an der Zwerchenwand. Das Abseilen war insbesondere in der 1.SL recht luftig.

Am Samstag waren wir zu dritt in der Morgenstund' am Gimpelvorbau, 5+. Schöne Kletterei, die Schlüsselstelle konnte nicht wirklich genullt werden wie es im Topo beschrieben war. Ein kurzer Schauer hat uns in der Ausstiegsseillänge erwischt. Da das Wetter danach wieder stabil aussah, sind wir zu zweit noch zum Hüttengrat, 5 SL bis max 4+, ein echter Genuss. Die anderen zwei sind an der Zwerchenwand die gleichnamige Tour geklettert, mit Seillängen bis zu 6 deutlich fordernder.

Abends waren dann zum Mittsommer lauter Fackeln an den Graten und Leucht-Motive zu sehen, als ein highlight wurde die Rote Flüh rot beleuchtet - es war sehr schön anzusehen.

Am Sonntag war dann der Abstieg nach 2 tollen Klettertagen im Regen angesagt.

Wegebau am Reußenstein - April 2017
Geht der Stift noch weiter rein?
Kopf weg - der Hammerkopf fliegt gleich
hmmh... lecker !!!

Am 08. April haben wir uns kurz nach 9:00 Uhr auf dem Parkplatz vom Reußenstein getroffen, um unserer Patenschaft am Reußenstein gerecht zu werden und die Zustiegswege auszubessern.
Es musste nur etwas beim Zustieg zum Südostfelsen gearbeitet werden, so dass wir nach toller Verpflegung von Karin mittags noch Zeit zum Klettern hatten.

Es bewahrheitet sich immer wieder: Auch gemeinsam arbeiten macht Spaß!

Traum-Skitouren im Montafon - April 2017
Kreuzjoch mit Blick zu den Drusentürmen
Immer wieder beeindruckend, die drei Türme
Geschafft! Glücklich auf dem Gipfel der Sulzfluh
Da auf den rechten Gipfel wollen wir hoch
Aufstieg zur Sulzfluh mit Blick auf unseren Gipfel von gestern
Gipfel Großer Drusenturm mit Blick zur Sulzfluh
Aufstieg zur Sulzfluh durch den Rachen

Bei Freibad-Temperaturen sind wir am Freitag zu viert zur Lindauer Hütte im Montafon gestartet.

Zur Lindauer Hütte sind wir über das Kreuzjoch gegangen - so haben wir schon einen ersten Gipfel mitgenommen und mussten nicht die erste Stunde zur Hütte die Ski tragen. Auf die Geißspitze haben wir gottseidank verzichtet, denn auf der Südseite - unserer Abfahrtsseite - hätten wir die Ski runtertragen dürfen - es war kein Schnee mehr da!

Am Samstag haben wir eine der Traumtouren von der Lindauer Hütte machen können - den Großen Drusenturm. Die Bedingungen mit Lawinenstufe 1 mit nur leichtem Anstieg der Lawinengefahr nachmittags waren genial. Mit Harscheisen haben wir alle die Steilstufen gut gemeistert. Nur am Gipfel war es zugig, so dass wir nach kurzer Rast wieder abgefahren sind und bei Sonne auf der Terrasse der Hütte einen leckeren Kaiserschmarren genossen haben.

Tja, und am Sonntag hatten wir Glück, das Wetter hat mitgespielt, so dass wir die zweite Traumtour - die Sulzfluh - gleich auch noch gemacht haben. Hier ist der Latschengürtel recht mühsam gewesen - teils mussten wir sogar Ski abschnallen. Während des Aufstiegs hatten wir immer wieder die Drusentürme im Blíck - ein echt tolles Panorama.
Nach gut 5,5 Stunden wurden wir mit traumhafter Aussicht auf dem Gipfel für unsere Mühen belohnt.

Zwei spontane Damen auf Skitour im Sörenbergtal - Februar 2017
Aufstieg zum Hengst
Hächle, unser heutiges Ziel
Unser Gipfel mit Blick auf den Gipfelhang des Hengst
Wie weit wollen wir noch?

Mitte Februar hatte nur ich mich bei Ulrike zur Ausfahrt ins Sellrain angemeldet. So haben wir zu zweit spontan umgeplant und sind ins Sörenbergtal gefahren.

Die Anreise von Cortebert am Samstag morgen war weit, aber wir konnten am Samstag vormittag bei traumhaften Wetter und gerade noch genügend Schnee Richtung Hengst starten. Den Gipfelhang haben wir uns dann aus Zeitgründen geschenkt - auch wenn der sehr schön aussah.
Für die Nacht haben wir gerade noch ein schönes Hotelzimmer bekommen, da haben wir es uns richtig gut gehen lassen.

Am nächsten Morgen haben wir uns auf dem Weg zum Hächle gemacht. Die Wegfindung und der wenige Schnee hat uns relativ viel Zeit gekostet, so dass wir auch hier unter dem Gipfelhang umgekehrt sind. Aber wir haben für die Abfahrt das richtige Gespür gehabt - die Spur, der wir gefolgt sind, hat uns eine traumhafte Abfahrt beschert.

Herbstwanderung auf der Zollernalb - Oktober 2016
Burg Hohenzollern
Erst mal vespern!
10 WanderInnen und ein Hund

Pünktlich um 10:00 h trafen wir uns am Parkplatz am Fuss der Hohenzollern Burg bei Hechingen. Mit Aussicht auf herbstliches Wetter mit wenig Sonne machten wir uns auf durch den bunt gefärbten Wald.

Vorbei an der Wallfahrtskirche Mariazell hinauf auf das Zellerhorn. Dort genossen wir den Rundblick bis hin zum Schwarzwald, und weiter ging's zum nächsten Aussichtspunkt, dem Backofenfels. Über die weiten Hochflächen erreichten wir den Raichberg mit Aussichtturm.

Im nahegelegenen Hägelehaus gab es dann dank des verhältnismässig schlechten Wetters Platz zum Essen. Gut gestärkt setzten wir dann zum Rückweg an.


Erstaunlich, dass bei dieser letzten Ausfahrt für das Jahr 2016 am meisten Teilnehmer dabei waren: 10 WanderInnen waren wir und ein Hund.

Traditionsausfahrt ins Berner Jura - Oktober 2016
Orvin - Grande Dalle
Orvin - Petit Cervin
Creux du Van
Orvin - Petit Cervin
Creux du Van
das etwas andere Gruppenbild

Inzwischen ist es schon Tradition - Ulrike lädt uns über den 3.10. zu sich nach Cortebert, Berner Jura ein.
Es war wieder ein wunderschönes Wochenende!

Am Samstag konnten wir noch bis zum frühen Nachmittag an der Grande Dalle von Orvin klettern, bevor es anfing zu regnen.
Am Sonntag hat uns Creux du Van fasziniert - diesen Felskessel haben wir wandernd erkundet.
Am Montag hat uns der Herbst noch einmal richtig verwöhnt - bei traumhaftem Wetter sind wir in Orvin und am Eulengrat geklettert.

Donautal - Spontanausfahrt im September 2016
Klettergebiet - rechtes Massiv
Eigerturm
Gipfel Alte Hausener Wand
Eigerturm
Ausstieg Alte Hausener Wand

Spontan sind wir am letzten Septemberwochenende ins Donautal zum Klettern gefahren. An der alten Hausener Wand und dem Eigerturm sind wir alle auf unsere Kosten gekommen, da es hier Touren in allen Schwierigkeitsgraden gibt.

Thones - August/September 2016
Rosiere - Capricorne 1. SL
Rocher des Aravis
Rosiere - schöne Plattenkletterei
Rosiere - etwas grün aber trotzdem schön
Rosiere - tolle Wasserrillen
Klettersteig am Jallouvre im Abstieg

Kurz vor Abfahrt in die Dolomiten/Pala haben wir umdisponiert, da für jeden Tag Gewitter für diese Region vorhergesagt waren. Ein alternatives Ziel zu finden war nicht so einfach, da es im gesamten Alpengebiet gewittrig werden sollte. Am Freitag Abend haben wir uns entschieden, nach Thones, Nähe Annecy, Aravis-Gebirge zu fahren. Hier kannte Karen einen kleinen gemütlichen Campingplatz etwas außerhalb von Thones.

Wir hatten eine Woche traumhaftes Wetter, den einzigen Regenguss haben zumindest Gert und Karen nur von Ferne gesehen, badend im Annecy-See.
Am Col de la Colombiere, in Rosiere und am "Rocher des Aravis" haben wir für uns passende Platten-Klettereien gefunden, teilweise mit schönen Wasserrillen. Am Jallouvre sind wir am letzten Tag die "Voie des Cristaux" geklettert - mit 16 leichten Seillängen gut zu bewältigen, auch die Wegfindung war erheblich einfacher als erwartet.

Neben Klettern haben wir auch zwei Klettersteige gemacht. Am Jallouvre im Abstieg, was sich doch als recht fordernd herausgestellt hat.

Klettern in der Verdon - April 2016
Quergang in der Adieu Zidane
Dalles Grises
L'Herbetto
"Les bonne resolutions", eine moderne Sportkletterroute
Dalles Grises
Chlorochose, mit 5b+ die einfachste Tour an den Dalles Grises

In der 2. Aprilhälfte waren wir mit Freunden in der Verdon zum klettern. Es ist ein tolles Erlebnis, mit dem Tiefblick auf die Verdon zu klettern, insbesondere, wenn man vorher abseilt und dann weiß, es führt jetzt nur noch der Weg nach oben.

Skitouren im Valle di Po und am Simplon - 12.-19. März 2016
Weg auf den Rocca Nera
Hotel am Simplonpass
Weg auf den Rocca Nera
Vom Simplon auf das Breithorn
Auf dem Rocca Nera
Da auf dem Breithorn waren wir!

Zu zweit sind wir los ins Valle di Po. Die ursprüngliche Wettervorhersage hatte uns zuversichtlich gestimmt, so sind wir gut gelaunt losgefahren und haben in Ostana unser gemütliches Zimmer in der Herberge Galaberna bezogen.

Doch am nächsten Tag haben wir die Berge gegenüber aus unserem Zimmer bei Nebel und dichtem Schneetreiben nicht mehr gesehen - so haben wir die nähere Umgebung zu Fuß erkundet und uns geschworen, dass wir das nächste Mal doch Schneeschuhe mitnehmen werden, so dass das querfeldein Laufen etwas leichter fällt. Auch am zweiten Tag war nur das Aufsteigen in der Nähe einer Piste möglich.

Am dritten Tag haben wir uns dann den Rocca Nera als Skitour ausgesucht - der Aufstieg ging zunächst durch dichten Wald, danach immer wieder mit Blick auf den Mont Viso, den wir auch schon aus unserem Zimmerfenster bewundern durften. Die Abfahrt konnten wir nur bedingt genießen, da oben recht wenig Schnee lag und unten die Waldabfahrt uns doch einiges abverlangte.

Tourenziele hätte es hier im Valle di Po noch genügend gegeben - nur war das kurze Fenster des guten Wetters am nächsten Tag schon wieder vorbei. So haben wir kurzerhand umdisponiert und sind bei dichtem Schneefall und tief verschneiten Straßen zum Simplonpass gefahren.

Hier haben wir die tolle Aussicht auf die Walliser und Berner Berge vom Spitzhörli genossen und eine gigantische Abschlusstour auf das Breithorn machen können.

statt Überquerung der Nagelfluhkette ... - 20.-21. Februar 2016
auf dem Galtjoch (2.109m)
auf der Ehenbichler Alm
Abfahrt nach Rauth

Die Skitourenausfahrt zur Überquerung der Nagelfluhkette musste im dritten Jahr erneut abgesagt werden, wie immer wegen des Wetters. Die eh schon dürftige Schneedecke wurde durch strömenden Regen weiter abgeschmolzen. Stattdessen fuhren wir nach Füssen Richtung Tegelberg, wo es am Samstagmorgen noch nicht regnete. Nach staubedingter mehrstündiger Anfahrt regnete es auch dort in Fäden.

Am Sonntag ging es dann ins Lechtal. Wegen inzwischen erhöhter Lawinengefahr gaben wir die Bleispitze als Ziel auf und starteten bei Regen von Rauth aus auf das Galtjoch (2109m). Das Wetter besserte sich zunehmend und mit einer Einkehr auf der Ehenbichler Alm gelang doch noch eine tolle Skitour.

Heckengäu statt Feldberg - 31. Januar 2016

Der Wettergott hatte entschieden:
Statt Schneeschuhtour auf dem Feldberg gab es eine Wanderung rund um den Venusberg.
Auch in unserer nächsten Umgebung - hier im Heckengäu - gibt es jede Menge Unentdecktes zu erkunden.

Skitouren im Allgäu - Januar 2016
Start zum Rangiswanger Horn
Gipfel Rangiswanger Horn
Fotografin im Glück
Vollmondnacht in Gunzesried
Gipfelanstieg Rangiswanger Horn
Morgenrot in Gunzesried
Klettern im Schweizer Jura - Oktober 2015
Klettergebiete über Orvin
Grande Dalle in Orvin
Käsefondue bei Ulrike
Fahrradständer
Ausblick von Egerkinger Platten
Pizzeria in Orvin - im Nebel
Pilzausbeute
an der Grande Dalle in Orvin
Grande Dalle in Orvin
Dalle de Blanche-neige
Frühstück bei Ulrike
Berner Oberland
Dalle Auberge
Pilzgericht - lecker und gesund
Grande Dalle in Orvin
Grande Dalle in Orvin
typisches Plattengekrabbel
Herbstblumen
Herbstblatt
Pilzausbeute
Danke, Ulrike!

Ulrike - 2014 in die Schweiz "ausgewandert" - lud' uns schon zum zweiten mal über den 3. Oktober zu sich nach Cortébert ein, um im Schweizer Jura Klettertage zu verbringen. Und wie schon 2014 war die Ausfahrt ein voller Erfolg.

Zu sechst rückten wir bei ihr an, um in diversen Zimmern ihrer Wohnung unsere Lager aufzuschlagen.
Frühstück, Abendessen: Alles selbstverständlich inbegriffen bei ihr.

Von Freitag bis Montag kletterten wir dann bei schönstem Herbstwetter mit viel Freude an verschiedenen Platten im Schweizer Jura herum.
Zum Abschluss gingen wir noch in die Pilze, um das letzte Abendessen aufzupeppen.

 

Ulrikes Gastfreundschaft ist umwerfend - Danke und bis zum 3. Oktober 2016 !!!

Klettern in Savoyen - September 2014
Weg zur Falaise de la Colombière
Lac d'Anncy vom Gipfel der Tournette
"Arche à gauche" / Pointe du Midi
Falaise de la Colombière
Susanne am Jalouvre
Mont Blanc - von der Tournette gesehen
Schrattenkalk / Pointe du Midi
Am Jalouvre
Steinbockfamilie an der Colombière
Steinerner Bogen der "Arche à gauche"
Aravis-Kette
Pointe du Midi

Griffiger Kalk in der Septembersonne

Stuttgarter Bergsteigergruppe am Col de la Colombière

Anfang September machen sich acht Mitglieder der Bergsteigergruppe auf, die Kalkfelsen der nördlichen Savoyen zu erkunden. Unser Basislager ist der Zeltplatz „Le Tréjeux“ im Städtchen Thônes. Obwohl inmitten von touristisch stark frequentierten Gebieten vom Lac d'Annecy auf der einen und dem Skigebiet um den Col d'Aravis auf der anderen Seite gelegen, hat Thônes seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Keine überdimensionierten Hotels, keine Souvenirläden, dafür gemütliche Bars und jede Menge Blumenschmuck. Auf dem bunten Wochenmarkt dominiert die französische Sprache.

Die große Zeltwiese auf dem Campingplatz gehört uns allein. Der verregnete August hat wohl die Besucher abgeschreckt. Pünktlich zu unserer Ankunft kommt aber die Sonne. Bis zum Ende der Ausfahrt wird kein Tröpfchen Regen das Klettervergnügen trüben.

Zum Einklettern bietet sich die Falaise da la Colombière an. Vom gleichnamigen Pass auf 1.600 m Höhe steigen wir über die noch von den vergangenen Regentagen feuchten Wiesen zum Felsen hinauf. Hier, am linken Rand, gibt es einige leichte Routen auf geneigten, vom Wasser zerfressenen Kalkplatten. Man kann so bis zu 9 Seillängen aneinander reihen, unterwegs sind nur zwei kurze Aufschwünge im 4. und 5. Grad zu überwinden. Wir verzichten aber auf das „Gipfelglück“ und seilen nach der letzten schwierigeren Seillänge ab, um uns an den benachbarten Touren zu versuchen. Dort sind die Platten steiler, die Bewertungen liegen bei 5b. Der Fels ist aber wunderbar rau, die Wasserrillen bieten genug Halt für die Füße (manchmal bleibt sogar ein Kletterschuh in ihnen stecken...) und die Absicherung lässt keine Wünsche offen.

Zum Abschluss des schönen Klettertages bekommen wir noch Besuch von Steinbockdamen samt Nachwuchs. Manche Tiere tragen Halsbänder und Ohrmarken. Steinböcke mit Halsband? Wir staunen nicht schlecht. Des Rätsels Lösung: in der Population ist eine Krankheit ausgebrochen, die auch Nutztiere gefährdet. Naturschützer fangen, untersuchen und impfen die Tiere, um sie wieder gesund und markiert in die Freiheit zu entlassen.

Beim Abstieg betrachten wir die Zacken der Aravis-Kette, die sich auf der anderen Seite der Passstraße zeigen. Am linken Rand die Pointe Percée, mit 2.750m der höchste Gipfel der Kette. Dort gäbe es attraktive Klettereien, die aber großteils auf der Nordseite liegen. Und der Zustieg ist lang, allein bis zur Pointe Percée-Hütte braucht man zweieinhalb Stunden. Zu weit und zu kalt... Wobei es auf der Sonnenseite nicht an Kletterzielen mangelt.

Als nächstes ist der Jalouvre dran. Quer durch den Berg bis zum Gipfel führt ein beliebter Klettersteig. Auch die Kletterroute „La voie des cristaux“ endet am Gipfel und verlangt dabei lediglich den dritten Schwierigkeitsgrad! Wesentlich anspruchsvoller sind die Routen im Sektor „Les amies dalles“: 6 bis 7 Seillängen und unter 5c nicht zu haben. Von wegen freundliche Platten... Gleich der Einstieg der „Courte paille“ gibt uns zu schaffen. Der Fels ist glatt, die Griffe spärlich, es kostet Überwindung den wenig ausgeprägten Tritten zu vertrauen. Danach wird es etwas leichter und mit jedem Klettermeter wächst das Selbstvertrauen. So bewältigen wir noch die 6a-Stelle in der vorletzten Länge, für unsere 60+ Damenseilschaft eine Herausforderung. Beim Abseilen treffen wir auf Rolf und Burkhardt, die in der benachbarten „Allez-y Mme Mummery“ unterwegs waren, während Karen und Christian die rechte Seite der Falaise de la Colombière erkundeten. In der Gaststätte am Col de la Colombière feiern wir dann zusammen bei Kaffee und leckeren Heidelbeer-Törtchen unsere Großtaten.

Lohnende Klettereien gibt es nicht nur am Col. Da ist zum Beispiel die Dalle de la Rosière, eine 120 m hohe, steile Wand mit Löchern und Leisten. Da ist auch Le Sapey, dessen Felsriegel von unserem Zeltplatz gut zu sehen sind. Nicht nur dort hat der namhafte Schweizer Erschließer Michel Piola Spuren hinterlassen. Eine seiner schönsten Kreationen ist die Route „Délit de fuite“: 11 Seillängen, darunter mehrere im Grad 6a. Das können sich Wolfgang und Ulrike nicht entgehen lassen. Auch wenn die Felsen nur einen Steinwurf entfernt scheinen, für den Zustieg muß man eineinhalb Stunden einplanen und auch der Abstieg ist nicht zu unterschätzen. Wir sitzen längst in der Pizzeria, als die beiden auftauchen, müde aber begeistert von ihrem Abenteuer.

Es gibt aber auch ein Leben neben dem Klettern. In der Gegend kann man einiges unternehmen: Wandern, Baden, Radfahren, auch Paragliding ist hoch angeschrieben. Wir entscheiden uns für die Besteigung der Tournette (2.350 m), eines markantes Berges über dem Lac d'Annecy – übrigens auch ein exzellentes Skitourenziel! 1.200 Höhenmeter sind zu überwinden, der Wanderweg schlängelt sich geschickt zwischen den Steilwänden hindurch. Tief unter uns schimmert der See, am fernen Ufer ist die Altstadt von Annecy zu erkennen. Der eigentliche Gipfel besteht aus einem gewaltigen Felsblock, genannt „le fauteuil“ (der Sessel), Stahlleitern und Ketten erleichtern den Zugang. Der Ausblick von oben überwältigt: die Bornes, Vanoise, Maurienne und die Aravis-Kette liegen uns zu Füßen und über allem thront König Mont Blanc. Auf dem Rückweg überraschen wir noch einen Steinbock, ein stattliches Exemplar mit mächtigen Hörnern. Ein erfrischendes Bad im glasklaren Wasser des Annecy-See rundet den gelungenen Tag ab.

Zurück zum Col de la Colombière. Man sollte das Gebiet nicht verlassen, ohne einmal am Gipfel der Pointe du Midi (2.290 m) zu stehen. Ein Dutzend Kletterrouten durchlaufen den schönen Berg mit drei markanten Pfeilern. Die Schwierigkeiten und Absicherung sind mit denen vom Jalouvre vergleichbar, aber der wesentlich längere Zustieg und das Ambiente machen sie zu ernsthaften Bergtouren.

Und die Routen wollen erst gefunden werden... Wer keine Probleme damit haben will, wählt „L'arche à gauche“. Der mächtige Steinbogen (l'arche) am rechten Rand ist schon vom Zustiegsweg gut zu sehen. Schwieriger wird es mit dem „Dzerat, ne dzerat pas“. Unsere Vierermannschaft irrt fast eine Stunde durch Schrofen und Bänder, bis sie endlich am Einstieg steht. Dann das nächste Malheur: beim Schuhwechsel kullert Rolfs Turnschuh den Hang hinunter und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Der lange Abstieg mit Kletterschuhen wird kein Zuckerschlecken... Die Route selbst entschädigt aber für alle Strapazen: steile, griffige Platten im besten Kalk. Und dann der Gipfel! Der Blick schweift über Aravis, Colombière, Tournette und in der Ferne schimmern die schneebedeckten Spitzen um den Mont Blanc. Es hat sich wieder gelohnt!

Ewa Staszewska

 

Dieser Artikel ist auch - in einem schönen Layout - im Schwaben Alpin 1/2015 erschienen.