Informationen

Talort:A-6563 Galtür (1584 m)
Übernachtung:120 Zimmerlager; 60 Matratzenlager
Winterraum:12 Matratzenlager
Zustieg:3 Std. ab Galtür
Hüttenpächter:Gottlieb Lorenz
Öffnungszeit:

Winter: Mitte Februar 2018 - Anfang Mai 2018

Sommer: Mitte Juni 2018 - Ende September 2018
Reservierung:Tel. Hütte 0043/5443-8408
Fax Hütte 0043/5443-840810
Tel. Tal 0043/5443-8394 (während der nichtbew. Zeit)
Fax Tal 0043/5443-8584
Email:info@jamtalhuette.at
Internet:www.jamtalhuette.at
Hüttenwart:

Siegfried Kempf, Tel.: 07033-7817

kempf(at)alpenverein-schwaben.de

Karten:AV-Karte Nr. 26 (S), SLK 249 Tarasp, SLK 1178 Gross Litzner, ÖK 170, FB 373
Führer:AVF Silvretta alpin, SAC Skitouren Graubünden
Aktivitäten:Ideal für Berg-, Kletter- und Skitouren; DAV-Ausbildungszentrum, Kletterraum
Übergänge:Heidelberger Hütte, Wiesbadener Hütte, Tuoihütte, Bieler Höhe
Gipfel:Westl. Gamshorn, Breite Krone, Augstenberg, Schnapfenspitze, Fluchthorn, Gemsspitze, Haagspitze, Jamspitzen, Dreiländerspitze, Piz Buin
Koordinaten:
UTM:Geographisch:
X Koordinate: 5193252Längengrad: 10°10'34"
Y Koordinate: 32T0589613Breitengrad: 46°53'12"
Bezugsmeridian: WGS84
Nächtigungstarife:

Mehrbettzimmer:

Matratzenlager:

Mitglieder:Nichtmitglieder:Mitglieder:Nichtmitglieder:
Erwachsene:€ 17,00€ 28,00€ 12,00€ 22,00
Junioren (19.25 Jahre)€ 17,00€ 28,00€   9,00€ 19,00
Jugend (7-18 Jahre)€   9,00€ 19,00€   6,00€ 16,00
Kinder (bis 6 Jahre)€   6,00€ 16,00€   0,00€   5,00
Aufpreis Zweierzimmer:  € 4,00 (pro Person)
Halbpension:€ 34,00
Frühstück:€ 11,00


Der Nächtigungstarif beinhaltet etwaige AV-spezifische Abgaben wie den Heizkostenzuschlag im Winter sowie die Reisegepäcksversicherung. Beim Bezahlen stellt der Hüttenwirt einen Beleg (Kassenbon oder Schlafmarke) aus, der gleichzeitig als Nachweis für die Reisegepäcksversicherung gilt. Die Fremdenverkehrsabgabe/Ortstaxe kann separat erhoben werden. Den Jugendtarif erhalten ebenso Jugendleiter/-innen und Jugendführer/-innen bei Vorlage ihres gültigen Jugendleiter-/Jugendführer-Ausweises bzw. beim DAV mit gültiger Jahresmarke. Vorhandene Notlager werden erst dann vergeben, wenn sämtliche Schlafplätze belegt sind. Mitglieder und auch Nichtmitglieder bis zum vollendeten 18.Lebensjahr nächtigen im Notlager unentgeltlich, alle anderen Personen haben einheitlich € 6,00 zu entrichten.

Die Übernachtungsermäßigung und weitere Vergünstigungen erhalten Alpenvereinsmitglieder nur gegen Vorlage des gültigen Mitglieds ausweises. Gleichgestellt sind alle Mitglieder alpiner Vereine, auf deren Mitgliederausweis das Gegenrechtslogo und/oder das österreichische Gegenrechtslogo aufgedruckt oder aufgeklebt ist.

Kostenlose Übernachtungen
Kostenlos aufgenommen werden Angehörige der Bergrettungsdienste im
Einsatz sowie nach der 5-plus-1-Regel Tourenführer/-innen, Wanderleiter/-innen, Kletterbetreuer/-innen, Fachübungsleiter/-innen, Jugendführer/-innen, Jugendleiter/-innen und Familiengruppenleiter/-innen des OeAV,
DAV und AVS, wenn sie sich als solche ausweisen können und in ihrer Funktion mit einer Gruppe von mindestens fünf Personen unterwegs sind.

Bergsteigerverpflegung
Für mindestens ein „Bergsteigeressen“ zahlen Mitglieder und ihnen Gleich gestellte einen um mindestens 10% ermäßigten Preis, der jedoch nicht höher sein darf als 8 €. Es wird ein alkoholfreies Getränk angeboten, das mindestens 40% billiger ist als Bier in gleicher Menge. Mitglieder haben das Recht auf Teewasser für 3 €/Liter (inkl. 2 Tassen).

Infrastrukturbeitrag
Selbstversorgung ist nicht gestattet. Ausgenommen sind Mitglieder und Gleichgestellte in den für Selbstversorgung vorgesehenen Bereichen (diese werden von der Sektion im Einvernehmen mit dem Hüttenwirt festgelegt!).
Tagesgäste entrichten bei Selbstversorgung für die Nutzung der Infrastruktur der Hütte 2,50 € und Nächtigungsgäste
5 €/Übernachtung. Mitgebrachte alkoholische Getränke dürfen generell nicht getrunken werden.
Von diesen Beiträgen befreit sind Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Einige Tourenvorschläge und Übergänge im Bereich der Jamtalhütte.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben, sowie für die Begehbarkeit übernehmen können. Die Einschätzung von Alpinen Gefahren wie Steinschlag, Spaltensturzgefahr, Wettersturz usw. liegt in der Verantwortung jedes einzelnen.

Aufstiege:

Galtür (1584 m); Gehzeit: 3 - 3,5 Stunden

Bielerhöhe (1986 m); Gehzeit: 4,5 Stunden

Guarda (1650 m); über Tuoihütte; Gehzeit: 6 Stunden

 

Übergänge:

Heidelberger Hütte (2264 m) über Kronenjoch (2974 m); Gehzeit: 5 - 6 Stunden

Wiesbadener Hütte (2443 m) über obere Ochsenscharte (2970 m); Gehzeit: 4 Stunden

Wiesbadener Hütte (2443 m) über Tiroler Scharte (2935 m); 3,5 - 4,5 Stunden

Tuoihütte (2250 m) über Forcola Vermunt; Gehzeit: 5 Stunden

 

Touren:

Rußkopf (2693 m); Gehzeit: 1,5 Stunden

Dreiländerspitze (3197 m); Gehzeit: 3,5 - 4 Stunden

Augstenberg (3228 m); Gehzeit: 3,5 - 4,5 Stunden

Fluchthorn (II-III) (3399 m); Gehzeit: 4,5 Stunden

Jamspitzen (3178 m); Gehzeit: 3 - 3,5 Stunden

Gemsspitze (3114 m); Gehzeit: 3,5 - 4,5 Stunden

Einige Tourenvorschläge und Übergänge im Bereich der Jamtalhütte.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben, sowie für die Begehbarkeit übernehmen können. Die Einschätzung von Alpinen Gefahren wie Lawinengefahr, Spaltensturzgefahr usw. liegt in der Verantwortung jedes einzelnen.

Aufstiege:

Galtür (1584 m); Gehzeit: 3 - 3,5 Stunden / Bitte beachten sie den aktuellen Lawinenlagebericht

 

Übergänge:

Heidelberger Hütte (2264 m) über Kronenjoch (2974 m); Gehzeit: 5 - 6 Stunden

Wiesbadener Hütte (2443 m) über obere Ochsenscharte (2970 m); Gehzeit: 4 Stunden

Tuoihütte (2250 m) über Jamjoch; Gehzeit: 5 Stunden

 

Touren:

Rußkopf (2693 m)

Gemsspitze (3114 m)

Urezzas Joch (2906 m)

Hintere- und vordere Jamspitze (3178 m)

Dreiländerspitze (3197 m)

Haagspitze (3029 m)

Pfannknecht (2822 m)

Augstenspitze (3228 m)

 

Chalausköpfe (3120 m)

Grenzeggkopf (Piz Faschalba) (3048 m)

Bischofsspitze (3029 m)

Breite Krone (3179 m)

Der Talort der Jamtalhütte, Galtür, kann im Sommer über die mautpflichtige Silvretta-Hochalpenstraße oder durch das Paznauntal erreicht werden.

Im Winter besteht nur die Möglichkeit durch das Paznauntal (Pians-Kappel-Ischgl) über die B188 anzureisen.

Parkplätze am Sport und Kulturzentrum.

Im Sommer besteht die Möglichkeit die Fahrstraße bis zur Mentaalpe (Schranke) zu befahren. Vor 9 Uhr und nach 17 Uhr ist die Weiterfahrt auf einem Fahrweg bis zur Scheibenalpe möglich.

Bitte parken Sie platzsparend und versperren Sie nicht die Durchfahrt!

 

 

Im Jahre 1882 wurde die erste Jamtalhütte als unbewirteter Sommerstützpunkt für Alpinisten von der Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins (Sitz Stuttgart) erbaut. Die Hütte bot sieben Schlafplätze auf Holzpritschen für Herren und drei Damenlager mit Heu unter dem Dach.

Wegen steigender Besucherzahlen wurde die kleine Hütte 1896 und 1907 erweitert. Während des 1. Weltkrieges war sie geschlossen. In den folgenden zwanziger Jahren setzte vermehrt eine Nachfrage nach Skitouren im Winter ein. Deshalb wurde die Hütte 1929 bis 1932 umfassend modernisiert (Bau Trinkwasserleitung und kleines E-Werk sowie im Haus Einbau einer Warmluftheizung mit Koks). Von 1939 bis 1945 lag die Hütte im Grenzsperrgebiet zur Schweiz. Sie war vom Zollgrenzschutz besetzt und daher geschlossen.

1946 begann wieder ein zaghafter Tourenbetrieb. Alle deutschen Hütten in Österreich gehörten aber bis 1955 den Alliierten. Ein im selben Jahr zwischen diesen und Österreich abgeschlossener Staatsvertrag ermöglichte jedoch die Rückgabe der DAV-Hütten an ihre ursprünglichen Eigentümer.

Der stark wachsende Besuch machte den Bau eines weiteren Schlafhauses mit neuer Küche und die Vergrößerung des E-Werkes erforderlich (1958 bis 1961). Die Versorgung der Hütte geschah im Sommer bis 1958 mit Tragtieren oder Zugpferden, danach mittels Kleinschlepper oder Geländefahrzeugen. Im Winter mussten die jeweiligen Pächter bis 1962 alle Versorgungsgüter per Ski auf dem Rücken von Galtür herauftragen. Dann gab es die ersten Überschneefahrzeuge.

Vermehrter Tourenbetrieb sowohl im Sommer wie im Winter führte immer mehr zu Überbelegungen der Hütte. Alle alten Bauteile wurden deshalb, und wegen ihrer Baufälligkeit, 1978 abgebrochen, und 1979 ein neues Schlafhaus („Dr. Eugen-Heinz-Haus“), eine neue Wasserver- und -entsorgung und eine verbesserte Zufahrt gebaut. Von da an war die Jamtalhütte ständiges Ausbildungszentrum des DAV Summit Clubs, dem Bergreiseveranstalter des Deutschen Alpenvereins. In den Jahren 1992/1993 wurde das 1961 in Betrieb genommene alte Schlafhaus („Robert-Leicht-Bau“) modernisiert.

Am 22. Februar 1999 beschädigten zwei Staublawinen (Abgänge vom Augstenberg, Pfannknecht und Westlichem Gamshorn) die Hütte an der Ost- und Südostseite stark. Menschen kamen nicht zu Schaden. Einen Tag später starben bei der verheerenden Lawinenkatastrophe in Galtür 31 Menschen, darunter die beiden Wirtinnen der Jamtalhütte, Hildegard und Edith Lorenz. Dank einer konzertierten Aktion der Eigentümersektion Schwaben des DAV und der Hüttenwirtsfamilie Lorenz wurde die Jamtalhütte im Sommer 1999 in nur 4 ½ Monaten nach den Plänen von Baumeister Spiß, Kappl/Tirol, instandgesetzt, und durch umfangreiche Um- und Zubauten nach menschlichem Ermessen lawinensicher gemacht. Weitere Instandsetzungsmaßnahmen erfolgten 2003 bis 2006.

Textfassung: Herbert Aupperle