Touren in der Nachbarschaft // Auf königlichen Spuren durch den herbstlichen Schönbuch

Der Schönbuch gehört zweifelsohne zu den schönsten Waldgebieten der Region Stuttgart. Im Herbstkleid zeigt er sich von seiner bunten Seite. Die Wanderung zur ehemaligen Jagdhütte von Wilhelm II, dem letzten König Württembergs, verbindet die herbstliche Natur mit der reichen Geschichte der Region. Das eindrucksvolle Kloster Bebenhausen gibt es nach Ende der Tour als kulturelle Zugabe obendrauf.


 

Von Bebenhausen zur königlichen Jagdhütte im Schönbuch

Ausgangspunkt: Bebenhausen (Bushaltestelle Waldhorn oder Parkplatz)
Wegverlauf: Bebenhausen – Goldersbachtal – Postbotenweg – Jagdhütte – Arenbachtal - Bebenhausen
Länge: 11,9 km
Zeit: 3:30 h
Höhenunterschied: 219 m
Schwierigkeitsgrad: leicht (überwiegend feste Wege, aber auch Pfade)
Karte: Wanderkarte Band 237 Schönbuch, 1:25.000, Schwäbischer Albverein e.V.

 

 

Die Tour startet je nach Anreise an der Bushaltestelle Waldhorn oder auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Parkplatz unterhalb der Klosteranlage. Über die Schönbuchstraße gelangt man zum gemischten Fuß- und Radweg, der nach rechts in das Goldersbachtal abzweigt und idyllisch an Bach und Waldrand entlang immer weiter in das Tal vordringt.

Nach 1 km erreichen wir einen kleinen Rastplatz und den dortigen „Buchwechselbaum“. Hier kann kostenlos ein Buch ausgeliehen (falls die Pause an der Jagdhütte zum Lesen genutzt werden soll) und dieses auf dem Rückweg wieder zurückgelegt werden.

Hinter der Brücke, am Zusammenfluss von Goldersbach und Arenbach, führt der alte Postbotenweg steil rechts hinauf. Tatsächlich diente dieser Weg der Logistik König Wilhelms II, der seine Regierungsgeschäfte oft tagelang von der urigen Jagdhütte aus erledigte. Auf diesem Weg erreichten ihn Boten und Essenslieferungen aus dem nahegelegenen Schloss in Bebenhausen.

Am Wildgatter setzen wir die Wanderung auf dem Forstweg nach links fort, wechseln in einer auffälligen Kurve auf einen befestigten Weg nach rechts und treffen dort auf die Plato-Eiche. Wer mag, nimmt sich einen Moment Zeit, um die kuriose Geschichte zur Herkunft des Namens zu lesen.

An der nächsten Gabelung halten wir uns links, anschließend wandern wir auf dem Jagdhüttenweg nach rechts hinauf, wo die urige kleine Jagdhütte bereits wartet und zu einer ausgedehnten Pause einlädt. Rastbänke und Grillstellen machen die Hütte zu einem beliebten Ausflugsziel.

Auf dem Alten Jagdhüttenweg geht es nun abwärts, geradeaus über die Kreuzung und über den Sohlweg zu einer Weggabelung. Hier wechseln wir auf den Dickneweg nach links. Vorbei an einem weiteren Rastplatz, wird der Weg immer schmaler und führt letztlich durch ein idyllisches, ruhiges Waldstück hinunter in das Arenbachtal.

Hier wandern wir links weiter, zwischen den Wildgehegen hindurch. Vorbei am großen Rastplatz Saurucken und an einem großen Abenteuerspielplatz, führt der breite Weg immer am Bach entlang, bis zurück an den Ortsrand von Bebenhausen.

Diese Wanderung wurde veröffentlicht in:

Stuttgart – 30 Wanderungen zwischen Wald und Weinbergen erschienen im Conrad Stein Verlag, Band 475, 1. Auflage 2021, 160 Seiten, 64 Abbildungen, 30 farbige Kartenskizzen, 28 farbige Höhenprofile
ISBN: 978-3-86686-690-4, 12,90 €