Schneeschuhwanderung am Feldberg

Nach dem die Möglichkeiten für Schneeschuhwanderungen in der unmittelbaren Umgebung in diesem Winter sehr bescheiden waren, entschloss sich der Alpenverein zu einer Ausfahrt zum Feldberg, dem höchsten Gipfel des Schwarzwaldes. Die ausgewählte Wanderroute wurde vor einigen Jahren vom Feldberg Ranger, Achim Laber, persönlich vorgeschlagen. Sie bietet den großen Vorteil, dass sie abseits des Massentrubels liegt.

In zügiger fahrt wurde am Sonntag Morgen über die Autobahn und die B 31 der Wanderparkplatz am Rinken, oberhalb von Hinterzarten erreicht. Hier wurden die Schneeschuhe angeschnallt und in einer halben Stunde das Hochtal bei der Baldenweger Hütte erreicht. Der weitere Weg zum Baldenweger Buck führt teilweise über etwas steilere Hänge und kann deshalb auch lawinengefährlich sein, aber bei den  gegenwärtigen günstigen  Schneeverhältnissen war nichts zu befürchten. So wurde die Hochfläche erreicht und zum Nebengipfel, dem Seebuck mit dem Bismarkdenkmal hinüber gewandert. Hier bot sich der Blick über die Karwand hinunter auf den zugefrorenen Feldsee, einem eiszeitlichen Karsee. Trotz Sonnenschein wehte eisiger Ostwind über das Gipfelplateau und bei der Wanderung über den nahezu baumlosen Rücken hinüber zu dem 1 493 Meter hohen Hauptgipfel war es sehr kalt. Die grandiose Aussicht entschädigte für die Mühen: im Westen die Vogesen, im Süden der Belchen und das Herzogenhorn und dahinter im Dunst die Alpenberge des Berner Oberlandes.

Über die Westflanke führte der Weiterweg hinunter zur St. Wilhelmer Hütte. Corona bedingt war das Innere der Hütte gesperrt, aber an einem windgeschützten Platz mit wärmenden Sonnenschein ließ es sich auch im Freien gut rasten. Über freies Feld und am Schluss durch den Wald führte der Weiterweg hinüber zur Zastler Hütte, wo das steile Hochkar, das Zastler Loch, von unten betrachtet werden konnte.

Nach einem kurzen Einkehrschwung folgte noch der Aufstieg zur Baldenweger Hütte und über den schon bekannten Aufstiegsweg wurde der Parkplatz am Rinken erreicht, wo eine schöne, 12 Kilometer lange Schneeschuhwanderung ihren Abschluss fand.