Eugen Weiß

Wegewart

Eugen Weiß wohnt mit seiner Frau Angelika in Mötzingen. Zusammen haben sie drei Kinder und vier Enkel, sie auf Trab halten. Trotzdem ist Eugen mindestens zweimal im Jahr auf der Tschengla. Rund um unser Selbstversorgerhaus am Bürserberg sorgt er dafür, dass die Wege in gutem und sicheren Zustand sind.

© Eugen Weiß
© Eugen Weiß

Welche Aufgaben hast du als Wegewart des Schwabenhauses?
Jährlich unternehme ich mindestens zwei Kontrollgänge der alpinen Wege, die vom Schwabenhaus aus zu den Gipfeln von Mondspitze und Schillerkopf führen und dokumentiere die festgestellten Mängel fotografisch. Nach der Schneeschmelze sind in der Regel einige Trittplatten lose oder ausgeschwemmt. Die Holzpflöcke, die diese Tritte sichern, sind oft unterhöhlt. Das wirkt sich negativ auf die Stabilität aus. Auch die Sicherungsketten im Bereich Schillerkopf mussten schon erneuert werden, wenn ein Steinschlag sie beschädigt hatte. Außerdem übernehme ich das Ausschneiden von Geäst und Hölzern, bis die Wege frei und sicher sind.

 

Warum engagierst du dich ehrenamtlich beim DAV Schwaben? Was ist deine Motivation?
Ich bin seit 40 Jahren im Deutschen Alpenverein (DAV) und habe mit meiner Frau Angelika und den Kindern einige Urlaube, Touren in den Bergen verbracht. Wir hatten immer  gute Zeiten miteinander. Um die Bergwelt gut zu erhalten, ist viel Arbeit nötig. Doch die Mühe lohnt sich: Es ist ein gutes Gefühl, wenn die Wege nach dem Arbeitseinsatz wieder gut und sicher sind.

 

Warum engagierst du dich ehrenamtlich? Was ist deine Motivation?
In jungen Jahren war ich bereits ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig und weiß deshalb, wie wichtig dieses Engagement ist. Und gerade jetzt als Rentner habe ich viel Zeit zur Verfügung, die ich gerne sinnvoll nutzen möchte. Deshalb ist das Ehrenamt beim DAV für mich die perfekte Möglichkeit, mich für andere zu engagieren.

 

Was hast du gelernt, seitdem du dich ehrenamtlich engagierst?
Dass die Berge und Wege viel aushalten müssen: im Winter Skisport und im Sommer Wanderer Kletterer, Biker – und alle wollen eine gute Zeit verbringen.

 

Welcher Einsatz ist dir besonders in Erinnerung geblieben in Zusammenhang mit deinem Ehrenamt?
Als ich 2019 die Aufgabe des Wegewarts übernommen habe war wenig Aktivität im Gebiet seitens DAV. Mit dem Wegeobmann Hermann Rapp, der Stuttgarter MTB-Gruppe Kesselradler und Max Sturm von der Gemeinde Bürserberg haben wir es gemeinsam geschafft, die Hauptwege sicher zu machen.

Was würdest du Leuten raten, die sich ehrenamtlich engagieren möchten?
Die Einsätze sind für alle immer wieder ein Erlebnis. Ganz gleich, ob unser Obmann Herrmann mit seiner Erfahrung und den notwendigen Tipps oder die Kesselradler mit viel Einsatz und guter Laune mit dabei sind, es zeigt sich stets eine gute Gemeinschaft miteinander.

Neben dem guten Gefühl die Wege gerichtet und damit einen kleinen Beitrag für die Bergwelt geleistet zu haben hinterlässt so ein Wochenende noch viel mehr: Es war eine tolle Zeit in den wunderschönen Bergen gemeinsam mit einer super gut gelaunten harmonischen und bunten Truppe, die richtig anpacken kann. Wir freuen uns dann immer schon aufs nächste Jahr. Solche Gemeinsamkeiten und Erinnerungen bleiben.

© Eugen Weiß
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Warum ist für dich ehrenamtliches Engagement in unserer Gesellschaft wichtig?
Es gibt viele Aufgaben in unserer Gesellschaftsform, die nur mit Einsatz und Wertschätzung des Ehrenamts zu erfüllen sind.

© Eugen Weiß
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