20 Jahre Zeichen der Erinnerung

16.06.2026

In einer Veranstaltung am 14. Juni 2026 in der Martinskirche beim Stuttgarter Pragfriedhof wurde an die Eröffnung der Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ beim Nordbahnhof vor 20 Jahren erinnert.

Von hier aus fanden von 1941 bis zum Februar 1945 durch das national-sozialistische Herrschaftssystem die Deportationen von Menschen jüdischer Herkunft und jüdischen Glaubens aus Stuttgart, Württemberg und Hohenzollern nach Riga und in die Konzentrationslager Izbica, Auschwitz und Theresienstadt statt. In der Seitenwand der Gedenkstätte sind über 2700 Namen der von hier unter unendlich grauenhaften Umständen Deportierten und anschließend in den Konzentrationslagern Ermordeten eingraviert. 

Darunter waren auch Menschen, die für die Berge und den Alpinismus begeistert waren und deshalb Mitglied unserer Sektion Schwaben gewesen sind, bevor sie ungerechtfertigt zum Austritt gezwungen wurden. Leider können wir heute nur noch einige der Namen und Schicksale dieser früheren Bergfreunde mit der hier angemessenen Sicherheit erkennen.

Die Wand der Namen in der Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“, auf der auch ehemalige Mitglieder der Sektion Schwaben, hier Robert Mainzer, genannt sind. Für Robert Mainzer und seine Frau Helene wurden in Stuttgart in der Wannenstrasse auch die oben abgebildeten Stolpersteine verlegt.

Text und Fotos: Wilhelm Schloz, 16. Juni 2026