April 2026 - Eingriff des Forstes
Der Forst hat uns gestern darüber informiert, dass festgestellt wurde, dass es an mehreren Stellen im Stuttgarter Wald neue Trails bzw. neue Einbauten auf vorhandenen Trails gibt.
Der Forst muss und wird sich darum "kümmern". Erste Maßnahmen sind der Verbau.
Unsere Einordnung:
Natürlich ist die anhaltende Situation ohne legales Trailangebot in Stuttgart Teil des Problems, denn ein offizielles Angebot würde idealerweise auch solche Aktivitäten lenken und es gäbe eine ganze andere Gesprächsbasis bei aufkommenden Problemen.
Der Forst kann eine Beschleunigung des Legalisierungs-Prozesses allerdings nicht erzwingen - dazu braucht es ein Miteinander aller Ämter. Der Forst muss hingegen aktiv werden, wenn es im Wald zu wild wird.
Daher ist es in der aktuellen Phase der weitgehenden Duldung inoffizieller Strecken und Spots überhaupt nicht hilfreich, wenn wieder vermehrt neue Linien bzw. neue, größere Einbauten entstehen. Diese führen - wie wir jetzt sehen - früher oder später zu Gegenmaßnahmen, die nicht nur neue Linien betreffen, sondern jetzt auch etablierte Spots. Letztere blieben bisher meistens unangetastet, aber weil dort in jüngster Zeit massiv übertrieben wurde und es zudem Beschwerden von Dritten gab, war eine Reaktion des Forstes jetzt wohl auch dort unausweichlich.
Unsere größte Sorge ist ein erneuter Abriss-Wiederaufbau-Teufelskreis zum Schaden von Natur und dem bestehenden, inoffiziellen Angebot. Darüber werden wir auch mit dem Forst sprechen.
Gleichzeitig bleibt unser Appell an die Bike Community:
• Die vorhandenen, „geöffneten“ und geduldeten Trails nutzen.
• Keine neuen Linien und auch keine neuen Einbauten auf vorhandenen Trails und Spots anlegen.
• Weiterhin bewusst auf ein gutes und rücksichtsvolles Miteinander im Wald achten.
Idealerweise kehren wir wieder zu einer verträglichen Zurückhaltung auf beiden Seiten zurück - zum Vorteil aller Beteiligten und der Natur!