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Freizeitkonzept kennen und nutzen

Groß genug starten

Im Freizeitkonzept war Konsens, dass man mit einem ausreichend dimensionierten Angebot legaler Trails starten sollte. Einerseits um von Anfang an zumindest ansatzweise eine Lenkungswirkung zu erreichen. Andererseits um nicht gleich zu Anfang mit einem zu kleinen und/oder unattraktiven Angebot die Akzeptanz und damit den Erfolg des gesamten Freizeitkonzepts zu gefährden.
Deshalb haben wir uns gemeinsam mit den anderen Stuttgarter Bike Vereinen dafür eingesetzt, dass bei den geplanten Maßnahmen möglichst viele relevante Trails enthalten sind. Gleichzeitig sprechen wir offen an, dass damit noch nicht alle Bereiche und Bedarfe abgedeckt werden.
Wir glauben, dass wir auf einem guten Weg in die richtige Richtung sind, aber sicherlich - allein durch den Legalisierungs-Prozess - noch einige Jahre von unserem Ziel entfernt, nämlich legal Stuttgarter Trails befahren zu dürfen, die dem Bedarf in Art und Lage, Anzahl und Länge entsprechen.

Daraus relevante Passagen zu dem Aspekt "Groß genug starten":

S. 165
"Es wird allerdings als wichtig erachtet, im ersten Schritt mit einem ausreichend dimensionierten Angebot zu starten. Dies ist einerseits wichtig, da eine Lenkung beabsichtigt ist und diese demnach auch erwartet wird. (...) Außerdem besteht bei der Entwicklung und Kommunikation von anfangs sehr kleinen oder unattraktiven Angeboten die Gefahr, dass der gesamte Prozess sowie die offiziellen Angebote danach nicht mehr ernst genommen werden. Das wäre fatal für die gesamte weitere Entwicklung."
"Die Lenkungswirkung steht und fällt mit der Akzeptanz durch die Nutzer*innen."

S. 178 sinngemäß
Als dritte Gruppe der Trailbauer wurde eine kleine Gruppe genannt, (...). Der Vertrauensaufbau wird hier allerdings länger dauern und auch nur durch attraktive Angebote gelingen. Es wird erwartet, dass eine Verhaltensänderung durch Minimallösungen nicht zu erreichen ist.

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Freizeitkonzept Übersicht


Groß genug starten


Illegalität und Abriss schaden der Natur


Wohnortnahe Trail-Cluster


Lenkung funktioniert


Erwartungsmanagement


Die Grenzen der Kontrollkultur


Ständiger Prozess statt Endpunkt


Das Freizeitkonzept kann man hier nachlesen:
Freizeitkonzept als PDF bei stuttgart.de


Mit der Reihe "Was steht eigentlich im Freizeitkonzept?" wollen wir in Erinnerung rufen, was im Auftrag und auf Kosten des Stuttgarter Garten-, Friedhofs- und Forstamts in einem mehr als einjährigen Bürgerbeteiligungs-Prozess bis Anfang 2022 mit allen Stakeholdern im Konsens erarbeitet wurde. Die dort bereits gefundenen Erkenntnisse und mehrheitlich getragenen Lösungen haben auch heute noch Relevanz und sollten von der Stuttgarter Verwaltung genutzt werden.