© Kesselradler

Freizeitkonzept kennen und nutzen

Erwartungsmanagement

Obwohl die Lösungen aus dem Freizeitkonzept auf den Wald abzielen, müssen sie vor allem auch in den Köpfen stattfinden. Und dazu gehört u.a. eine transparente, zur Realität passende Kommunikation, damit keine falschen Erwartungen geschürt werden.

Das gilt einerseits für die allgemeine Öffentlichkeit, die nicht die Erwartung haben sollte, dass die Radfahrer im Wald zukünftig nur noch auf 1-2 Trails anzutreffen sind. Das gilt natürlich auch für die Bike Community, für die transparent sein muss, dass es durch die Legalisierung nicht nur legale Angebote, sondern auch Einschränkungen des aktuellen, inoofiziell existierenden Angebots geben wird. Es gilt aber auch für die Verwaltung, denn unrealistische Erwartungen an die Lenkungswirkung haben schon im Fall des Woodpeckers zu Enttäuschungen geführt und letztlich dazu, dass der Woodpecker immer noch keine Dauergenehmigung hat.

 

Daraus relevante Passagen zu dem Aspekt "Erwartungsmanagement":

S. 165
"Es wird allerdings als wichtig erachtet, im ersten Schritt mit einem ausreichend dimensionierten Angebot zu starten. Dies ist einerseits wichtig, da eine Lenkung beabsichtigt ist und diese demnach auch erwartet wird. (...) Außerdem besteht bei der Entwicklung und Kommunikation von anfangs sehr kleinen oder unattraktiven Angeboten die Gefahr, dass der gesamte Prozess sowie die offiziellen Angebote danach nicht mehr ernst genommen werden. Das wäre fatal für die gesamte weitere Entwicklung."

"Die Lenkungswirkung steht und fällt mit der Akzeptanz durch die Nutzer*innen."

S. 166
"Falls es aus Genehmigungsgründen notwendig wird, zunächst Minimallösungen zu erarbeiten, dann wird empfohlen, bei der Kommunikation sehr stark darauf zu achten, dass keine Erwartungen geweckt werden, die dann nicht erfüllt werden können."

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Freizeitkonzept Übersicht


Groß genug starten


Illegalität und Abriss schaden der Natur


Wohnortnahe Trail-Cluster


Lenkung funktioniert


Erwartungsmanagement


Die Grenzen der Kontrollkultur


Ständiger Prozess statt Endpunkt


Das Freizeitkonzept kann man hier nachlesen:
Freizeitkonzept als PDF bei stuttgart.de


Mit der Reihe "Was steht eigentlich im Freizeitkonzept?" wollen wir in Erinnerung rufen, was im Auftrag und auf Kosten des Stuttgarter Garten-, Friedhofs- und Forstamts in einem mehr als einjährigen Bürgerbeteiligungs-Prozess bis Anfang 2022 mit allen Stakeholdern im Konsens erarbeitet wurde. Die dort bereits gefundenen Erkenntnisse und mehrheitlich getragenen Lösungen haben auch heute noch Relevanz und sollten von der Stuttgarter Verwaltung genutzt werden.